Zauberknopf – Behind the YouTube

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  • 9. Januar 2015

Für alle, die sich für die technischen Hintergründe meiner YouTube-Kanäle interessieren, schreibe ich hier mal fix ein paar Hintergründe zusammen.

Zunächst einmal: ich arbeite am Mac. Ich weiß nicht, in wie weit sich die Dinge auf Windows-Machinen übertragen lassen, weil ich wenig über Rootingmöglichkeit von Audio & Video weiß, vieles ist aber sicher auch mit anderen Betriebssystemen als OS X möglich.

Mit Syphon ( http://syphon.v002.info ) bin ich in der Lage, den Videofeed meiner Kamera in beliebige Programme zu rooten. Als Kommandozentrale hat sich für mich die Software Quartz Composer (Apple) herauskristalisiert, weil die Effekte nah an der Hardware programmiert sind und das ganze Programm deshalb EXTREM schnell und stabil läuft. Hier kommen also meine Videostreams an. Alles was auf dem Bildschirm passiert, wird mit CamTwist ( http://camtwiststudio.com ) eingefangen.
Wie ihr es aus der Lagune kennt, kann ich Quartz Composer live mitteilen, welches Fenster meinetwegen im Vordergrund sein soll, die Transparenz oder auch die Größe ändern soll.
Dafür verwende ich einen Midicontroller. Die Midi-Daten kann ich mit MAX ( https://cycling74.com ) interpretieren und entsprechend modifiziert an Quartz-Composer via OSC weiter geben. So habe ich immer eine Schnittstelle zur Verfügung. Auf dem iPad behelfe ich mich in der Regel mit der App Mira, die eine Fernsteuerung von Max ist.

Bisher war hier Feierabend, doch wer sich meinen „Zauberknopf“ schon angesehen hat weiß, dass ich mich seitdem noch etwas weiterentwickelt habe.
Für die Projekte SoundVlog und Lagune benutze ich kein klassisches Videoschnittprogramm mehr, sondern Moviepy ( http://zulko.github.io/moviepy ) innerhalb der Programmiersprache Python. Damit ist es mir möglich, automatisiert Videos zu bearbeiten und zu konvertieren. Hier werden die Lagunevideos auf genau 15 Minuten gekürzt und die Zauberknopf-Metadaten interpretiert. Es reicht also der Aufruf eines Python-Scripts, um den Verarbeitungsprozess zu starten.

Ein weiteres Python-Script übernimmt automatisch den Upload nach YouTube. Es setzt dabei auch von selbst den Veröffentlichungstermin.

Ein Problem habe ich noch mit Annonations. Diese kann ich leider nicht mit einem API-Zugriff auf YouTube bearbeiten, sondern nur über den Browser. Im Augenblick generiert mir ein Python-Script alle Annotations, die ich dann innerhalb eines Browsers manuell für jedes einzelne Video abschicken muss. Mit HTTP-Requests etc. bin ich noch nicht weiter gekommen. Der YouTube-Zugriff auf diese Art scheint mir sehr komplex.

Falls Ihr Fragen oder Anregungen zum technischen Background meiner Videos habt, schreibt sie mir gerne via E-Mail!

Klaus